Was man über den Gregorianischen Choral wissen muß:
Der legendenhaften Überlieferung nach war es Papst Gregor der Große († 604), der die liturgischen Gesänge der katholischen Kirche geordnet, vereinheitlicht und "katholisch", d. h. universal gültig gemacht hat. Die katholische Kirche in ihrem weitesten Sinn besteht aus allen getauften Gläubigen. Im Mittelalter, der Entstehungszeit des Gregorianischen Chorals, war die Aufgabe des unentwegten Gotteslobes allerdings einer eng begrenzten Auswahl von spezifisch dafür ausgebildeten Gläubigen zugeteilt: Mönchen und Nonnen.
Ihre Lobpreisung Gottes hatte zwei grundsätzliche Ausdrucksformen, die acht täglichen Stundengebete (Offizium) und die Feier der Eucharistie als Messfeier. Der Choralgesang, die Musik der mittelalterlichen katholischen Kirche, ist daher in ausschließlicher Weise Anbetung und Gotteslob.
Die vorliegende Aufnahme stellt eine Auswahl von Melodien aus der Messliturgie - aus verschiedenen Abschnitten des Kirchenjahrs - und dem mönchischen Offizium vor. Den durch die Editio Vaticana für die katholische Liturgie verbindlichen Choralfassungen sind einige Melodien im davon abweichenden dalmatischen Choraldialekt gegenübergestellt.
Presse:
"Hortus Musicus schuf ein Album, das die Sinne weckt und zur europäischen Meditationstradition anregt. Die beruhigenden, ausgewogenen Melodien und lateinische Texte entführen in eine Oase mönchischer Stille - und damit trifft Gregorianik einen Nerv der Zeit. Und Freunde der alten Musik werden bei dieser Interpretation ohnehin aufhorchen." - Musikwoche
"Die gregorianischen Choräle von Hortus Musicus verströmen schwebende Klangwellen, die in andere Welten führen - in die des mittelalterlichen Menschen, der in der inbrünstigen Anbetung im leidenschaftlichen Gotteslob seinen Gefühlen Ausdruck gab. Sie zwingen zur Besinnung, zweifellos." - Westfälische Rundschau