Die estnische Sängerin wuchs in unberührter Natur auf und lernte, bevor sie an der Tallinner Musikhochschule studierte, von ihrer Großmutter die urwüchsige, traditionelle Art des Singens. Die von Peeter Vähi arrangierten, ausdrucksvollen Runenlieder entstammen der ältesten balto-finnischen Musiktradition. Die Anfänge lassen sich bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Zu den mittelalterlichen estnischen Begleit- und Soloinstrumenten gehören Zither, Dudelsack, Stroh- und Schilfrohrpfeife, Maultrommel und Holzgong.
Es fehlen uns einfach die Worte für das, was ihr Gesang in uns auszulösen vermag. Aus der kulturvollen Perspektive von heute führt uns Kirile weit zu den Anfängen hin, als die einfachen Menschen in Worten direkt und unkompliziert das Notwendige zum Ausdruck zu bringen wußten.
"Wie eigentümlich der Klang dieser Instrumente, wie geheimnisvoll diese an Vokalen überreiche Sprache, wie merkwürdig anrührend die zupackend klare Stimme und wie fremd die archaische Melodik! Schon beim zweiten skeptischen Hören fängt man an, immer mehr zu bemerken, und beim dritten ist man schon verzaubert von diesen seltsam eindringlichen Vorführungen.
Presse:
.......Doch am faszinierendsten ist der ungekünstelte, klare, sehr bestimmte und bodenständige Gesang von Kirile Loo. Man erliegt gern dieser sonderbaren Stimmung." - Die Zeit
"Die schlichte, poetische Harmonie des Liedguts und die natürliche Kraft der Sängerin klingen vitaler als manches moderne Lied." - Musikwoche