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TRADITIONAL MUSIC OF AMYGDALA

TRADITIONAL MUSIC OF AMYGDALA
Interpret: HORTOBAGYI, LASZLO
Titel: TRADITIONAL MUSIC OF AMYGDALA
Artikelnr: 91349
Format: CD
Genre: Weltmusik
Label: Erdenklang

Preis: EUR 12,50 inkl. gesetzl. MwSt.
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TRACKLISTE
1) 
THE RITUAL OF MAHAPARINIRVANA (HORTOBSGYI, LSSZLó) 8:44
2) 
LEGEND OF YRCH (HORTOBSGYI, LSSZLó) 4:48
3) 
THE MARG OF EXCESSUS (HORTOBSGYI, LSSZLó) 10:10
4) 
HYPOTAXIS (HORTOBSGYI, LSSZLó) 5:11
5) 
KYRIE BHAJAN (HORTOBSGYI, LSSZLó) 1:24
6) 
THE INANIS MANTRA (HORTOBSGYI, LSSZLó) 2:33
7) 
BHAIRAVí (HORTOBSGYI, LSSZLó) 7:25
8) 
ANANKHE GAT (HORTOBSGYI, LSSZLó) 5:58
9) 
THE END (HORTOBSGYI, LSSZLó) 2:06
Total time 48:23

LÁSZLÓ HORTOBÁGYI ist an Expeditionen interessiert. Musik ist für ihn das Medium, mit dem er durch die Zeit reisen kann. 1950 wurde er in Budapest geboren, und diese Stadt ist seine Bodenstation

geblieben. Seine ersten Reisen führten ihn 1967 nach Nordindien, um dort Musik aufzunehmen, philologische Studien zu betreiben und Rudra-Vina, Sitar, Surbahar und Tabla zu lernen. 1981 gründete er die "Gayan Uttejak Society", eine imaginäre Musikervereinigung, gleichzeitig Studio und Archiv. Eine Gesellschaft diesen Namens wurde in Indien im Jahre 1884 gegründet, zerfiel aber schon 1917. Ihrem Gründer Visnu Narayan Bhatkande ist eine seiner CDs mit fiktiven Aufnahmen von der "6th All India Music Conference" gewidmet.

Die technologische Entwicklung in der Musikindustrie gab L.H. die Werkzeuge in der Hand, um im Laufe eines halben Jahres Kompositionen zu schaffen, für deren Realisation ein indischer Musiker eine Periode zwanzigjährigen Übens benötigt hätte. Aber jetzt, da die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, die okzidentale mit der orientalischen Musik oder die europäische Polyphonie mit der mittelalterlichen rhythmischen Periodik zu verknüpfen, wird Musik weltweit wie Waschpulver hergestellt. Ein Overkill an Banalität.

Deshalb produziert L.H. fiktive musikalische Welten, virtuelle Kulturräume. Immer den Blick nach Osten gerichtet, sampelt er aus obskuren ethnologischen Aufnahmen Segmente heraus und fügt sie in seine dichten Kompositionsstrukturen ein. Er gehört zu den wenigen Europäern, die die Regeln eigentlich längst untergegangener orientalischer Klangkünste noch durchschauen. Mit seinen Werken will er sie konservieren, "bevor die Dampfwalzen des verblödeten Medienzeitalters sie gänzlich platt machen".

(© 1996 Erdenklang Musikverlag. Weitgehend nach Zitaten von Peter Pannke. Nachzulesen in dem L.H. Sampler "The Transglobal & Magic. Sounds of LÁSZLÓ HORTOBÁGYI", 1996 erschienen auf dem Network Label.)

"Traditional Musik of Amygdala"
entführt uns zu einer ethno-musikalischen Expedition ans Ende unseres Jahrhunderts - einer imaginären Reise durch "Amygdalas Empire". Es ist eine musiksoziologische Fiktion in Form von Ritualen und Mysterien, die die Entfremdung und den Untergang großer menschlicher Kulturen beschreibt. Amygdala - der Mandelkern - existiert übrigens real in unserem Gehirn. In ihm finden wir unsere genetisch vererbten und von Kultur und Umwelt geprägten Verhaltensweisen.

Die moderne Industriegesellschaft hat unsere Welt durch die Überbetonung der Technologie und wirtschaftlicher Expansion völlig verändert.
All die traditionellen Kulturen, die sich einer Einpassung in diese "homogene" Gesellschaft entziehen, sind zum Untergang verurteilt. Es ist zu befürchten, daß diese aussterben, bevor sie überhaupt in eine Weltkultur einfließen...

László Hortobágyi (Ungarn) beschreibt mit seinen mystischen, futuristischen Bildern keineswegs Endzeitstimmung. Er sensibilisiert unser kulturelles (Hör)bewußtsein, indem er in seinen Geschichten und in seiner Musik asiatische Kulturbilder in ein soziopolitisches Umfeld der Zukunft versetzt.

Presse:

"Man möchte sagen: Musikalische Erinnerungen an die Zukunft. Ein irres Musik-/Hörexperiment." - Lichtzeichen

"....eine mystische Reise durch eine imaginäre akustische Welt, die man - je nach Stimmungslage - sowohl als beruhigend als auch als beunruhigend empfinden kann, die aber niemals belanglos ist. Außerordentlich eindrucksvoll." - Musikmarkt


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